Ähnlichkeitsprinzip

Durch langjährige Experimente und exakte Beobachtungen stellte Hahnemann einen wichtigen Zusammenhang fest:

Ein bestimmter Stoff, vorwiegend pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs, den ein Gesunder regelmäßig einnimmt, löst bei ihm bestimmte Symptome (Krankheitserscheinungen) aus. Hat ein Kranker ähnliche Symptome, bewirkt dieses Mittel eine heilende Wirkung.

Als Beispiel dient die Erkenntnis, die Hahnemann durch Versuche an sich selbst gewonnen hat:

Ein Gesunder, der Chinarindenpulver regelmäßig einnimmt, entwickelt malariaähnliche Symptome.

Nimmt also ein Malariakranker Chinarindenpulver zu sich, hat dies bei ihm eine heilende Wirkung.

Dieses Prinzip nennt sich das „Ähnlichkeitsprinzip“.

Es lässt sich so erklären:
Ein Patient bekommt ein Mittel verabreicht und es erzeugt bei ihm eine Art „künstliche Krankeit“, die der Krankheit des Patienten sehr ähnlich ist. Dieser Reiz, der der Patient erfährt, regt seine eigene Regenerationsfähigkeit an, so dass es zurHeilung kommt.

Seit Hahnemann sind über 2000 Stoffe geprüft und genau aufgeschrieben worden. Die Aufgabe des Homöopathen besteht nun darin, das passende Mittel für den Patienten herauszusuchen.



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