... wurde am 10. April 1755 in Meißen geboren. Er praktizierte zunächst als Arzt, war jedoch mit den schulmedizinischen
Behandlungsmethoden unzufrieden, weil sie den Patientinnen und Patienten oft mehr schadeten als nutzten. Im Jahre 1790
entdeckte er das Ähnlichkeitsprinzip –„Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ - an Hand der Selbstversuche mit
Chinarinde. Er dehnte die Versuche am Gesunden auch auf andere Substanzen aus und begann, kranke Menschen homöopathisch
zu therapieren.
Obwohl von den Kollegen angefeindet und über Jahre mit seiner Frau Henriette und einer anwachsenden Kinderschar in
Armut lebend, forschte und behandelte er weiter. Er vertiefte sein Wissen durch reine Beobachtung und veröffentlichte
es 1810 zum ersten Mal im „Organon der rationellen Heilkunde“. Zu dieser Zeit begannen seine spektakulären Erfolge
bei der Behandlung von Personen, die an einer der großen Epidemien erkrankt waren, wie beispielsweise Scharlach,
Cholera und Typhus - letzterer von Napoleons Großer Armee aus Russland mitgebracht.
Henriette Hahnemann 1764-1830 |
Seine Frau Henriette starb 1830, im gleichen Jahr auch Herzog Ferdinand, der der Homöopathie durch eigene gute
Erfahrungen wohlgesonnen gewesen war und Hahnemann Schutz gewährt hatte; nun begannen wieder die alten Anfeindungen
seitens der Ärzte und Apotheker, die ihre Pfründe bedroht sahen. |
![]() Melanie Hahnemann-d'Hervilly Gohier 1800 - 1878 |
Wieder brach eine äußerst anstrengende Zeit für den Homöopathen an, die 1834 durch einen folgenreichen Besuch ihren
Abschluss fand: Die Adelige Mélanie d'Hérvilly- Gohier reiste nachts aus Paris „in Mannskleidern“ bei
Hahnemann an. Sie hatte durch einen Schüler Hahnemanns von ihm erfahren, ließ sich von ihm behandeln und fing an, Homöopathie zu lernen. Die beiden verliebten sich, heirateten und siedelten nach Paris über, wo Hahnemann bereits berühmt war. Gemeinsam richteten sie eine Polyklinik ein und arbeiteten in ihrer Praxis bis zu Hahnemanns Tod am 2.7.1843. |