In Wirklichkeit ist eine tief im Zentrum des Menschen wirkende Kraft aus der Harmonie und Ordnung geraten, was den
Menschen dann krank macht. Hahnemann nennt sie die "Lebenskraft".
Sie ist nichts Materielles, sondern als "dynamisch, energetisch, geistartig zu verstehen".
Die Lebenskraft gibt dem materiellen Teil unseres Organismus, der aus Atomen, Molekülen, Zellen, Organen usw.
besteht, überhaupt erst das Leben. Sie ist damit ein Harmonie- und Ordnungsprinzip.
§ 9 Organon der Heilkunst – S. Hahnemann
„ Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism)
belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem
Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen,
gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann.“
Jeder lebendige Organismus lebt in einem Fließgleichgewicht (Stoffaufnahme - Stoffabgabe, Wachstum, Erneuerung und
Ruhephase) und ist nach seinem inneren Lebensgesetz dauernd bemüht, dieses Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Trifft
auf den Organismus ein (Krankheits-)Reiz, so wird sich das Gleichgewicht im Organismus verändern und je nach Reizursache
und Reaktionsfähigkeit, Symptome erzeugen. Diese Symptome werden als Krankheit bezeichnet - doch sind sie Ausdruck der
Lebenskraft, die versucht, den Organismus wieder in seine Harmonie zurückzuführen.
Wenn nun irgendwo im Organismus Krankheitszeichen auftreten, dann sind sie ein Zeichen dafür, dass diese Lebenskraft
aus dem Gleichgewicht geraten ist. Da die Lebenskraft nicht materieller, sondern energetischer Natur ist, müssen
auch die Medikamente, die sie wieder zur Harmonie bringen sollen, nicht materiell (chemisch), sondern dynamisch sein.
Genau hier setzen die homöopathischen Heilmittel an, die Hahnemann entwickelt hat. Chemische Substanzen unterdrücken zum
Großteil sogar die Selbstregulationskräfte des Organismus und die akute Erkrankung wird häufig in eine chronische Form
überführt. Oder sie verschwindet kurzzeitig um später schlimmer wie vorher zu erscheinen.
Wer sich die Mühe macht und die zahllosen Heilungsberichte in der älteren und zeitgenössischen Fachliteratur studiert,
wird erstaunt sein über die Heilkraft homöopathischer Mittel sowohl bei akuten, zum Teil lebensbedrohlichen
Zuständen und Verletzungen, als auch bei chronischen, langjährigen Leiden aller Art.
Dennoch wird die Wirksamkeit potenzierter homöopathischer Mittel immer wieder bestritten. Meist wird mit den
"astronomischen Verdünnungen" argumentiert, die die Unwirksamkeit belegen sollen. Ein solches Urteil zeugt von
Unwissenheit in Bezug auf die Homöopathie.
Die Verdünnung galt Hahnemann lediglich als "Nebenbedingung" bei der Aufschließung der Arzneikräfte durch
Verreibung und Verschüttelung.
Dass bloße Verdünnungen keinerlei Heilkräfte besitzen, wurde bereits erwähnt und ist jedem Homöpathen durchaus bewußt.
Nur selten hat einer der lautstarken Kritiker die homöopathische Heilweise fachmännisch erlernt und über Jahre hinweg
angewandt, sonst wüsste auch er, welche großartigen Erfolge damit erzielt werden können. Eine wunderbare Ausnahme stellt
der Arzt Konstantin Hering dar, der von seinem Professor, einem Gegner der Lehre Hahnemanns, den Auftrag hatte,
Informationen über die Homöopathie zusammen zu tragen.
Er befolgte die Anweisung seines Vorgesetzten - und wurde ein hervorragender Homöopath, der die homöopathische Lehre auf
dem amerikanischen Kontinent verbreitete.
Der Vorwurf, die Heilungen basierten auf dem sogenannten Placebo-Effekt, das heißt, der Patient wird gesund, weil er
an die Homöopathie glaubt, kann angesichts der Behandlungserfolge bei Säuglingen, Komapatienten und auch bei Tieren nicht
ernst genommen werden. Des weiteren: Wieso sollten HomöopathInnen bei Kranken bessere Placeboeffekte bewirken, als
SchulmedizinerInnen?