Wirkprinzip

Hahnemann fand in seinen über 50 jährigen Forschungen heraus, dass die örtlichen Krankheitserscheinungen, die "Symptome und Zeichen", gar nicht die Krankheit selber sind, sondern nur ihr nach außen sicht- und fühlbarer Ausdruck.

In Wirklichkeit ist eine tief im Zentrum des Menschen wirkende Kraft aus der Harmonie und Ordnung geraten, was den Menschen dann krank macht. Hahnemann nennt sie die "Lebenskraft".
Sie ist nichts Materielles, sondern als "dynamisch, energetisch, geistartig zu verstehen".
Die Lebenskraft gibt dem materiellen Teil unseres Organismus, der aus Atomen, Molekülen, Zellen, Organen usw. besteht, überhaupt erst das Leben. Sie ist damit ein Harmonie- und Ordnungsprinzip.

§ 9 Organon der Heilkunst – S. Hahnemann
„ Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann.“

Jeder lebendige Organismus lebt in einem Fließgleichgewicht (Stoffaufnahme - Stoffabgabe, Wachstum, Erneuerung und Ruhephase) und ist nach seinem inneren Lebensgesetz dauernd bemüht, dieses Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Trifft auf den Organismus ein (Krankheits-)Reiz, so wird sich das Gleichgewicht im Organismus verändern und je nach Reizursache und Reaktionsfähigkeit, Symptome erzeugen. Diese Symptome werden als Krankheit bezeichnet - doch sind sie Ausdruck der Lebenskraft, die versucht, den Organismus wieder in seine Harmonie zurückzuführen.

Wenn nun irgendwo im Organismus Krankheitszeichen auftreten, dann sind sie ein Zeichen dafür, dass diese Lebenskraft aus dem Gleichgewicht geraten ist. Da die Lebenskraft nicht materieller, sondern energetischer Natur ist, müssen auch die Medikamente, die sie wieder zur Harmonie bringen sollen, nicht materiell (chemisch), sondern dynamisch sein.
Genau hier setzen die homöopathischen Heilmittel an, die Hahnemann entwickelt hat. Chemische Substanzen unterdrücken zum Großteil sogar die Selbstregulationskräfte des Organismus und die akute Erkrankung wird häufig in eine chronische Form überführt. Oder sie verschwindet kurzzeitig um später schlimmer wie vorher zu erscheinen.

Wer sich die Mühe macht und die zahllosen Heilungsberichte in der älteren und zeitgenössischen Fachliteratur studiert, wird erstaunt sein über die Heilkraft homöopathischer Mittel sowohl bei akuten, zum Teil lebensbedrohlichen Zuständen und Verletzungen, als auch bei chronischen, langjährigen Leiden aller Art.

Dennoch wird die Wirksamkeit potenzierter homöopathischer Mittel immer wieder bestritten. Meist wird mit den "astronomischen Verdünnungen" argumentiert, die die Unwirksamkeit belegen sollen. Ein solches Urteil zeugt von Unwissenheit in Bezug auf die Homöopathie.

Die Verdünnung galt Hahnemann lediglich als "Nebenbedingung" bei der Aufschließung der Arzneikräfte durch Verreibung und Verschüttelung.

Dass bloße Verdünnungen keinerlei Heilkräfte besitzen, wurde bereits erwähnt und ist jedem Homöpathen durchaus bewußt.

Nur selten hat einer der lautstarken Kritiker die homöopathische Heilweise fachmännisch erlernt und über Jahre hinweg angewandt, sonst wüsste auch er, welche großartigen Erfolge damit erzielt werden können. Eine wunderbare Ausnahme stellt der Arzt Konstantin Hering dar, der von seinem Professor, einem Gegner der Lehre Hahnemanns, den Auftrag hatte, Informationen über die Homöopathie zusammen zu tragen.

Er befolgte die Anweisung seines Vorgesetzten - und wurde ein hervorragender Homöopath, der die homöopathische Lehre auf dem amerikanischen Kontinent verbreitete.

Der Vorwurf, die Heilungen basierten auf dem sogenannten Placebo-Effekt, das heißt, der Patient wird gesund, weil er an die Homöopathie glaubt, kann angesichts der Behandlungserfolge bei Säuglingen, Komapatienten und auch bei Tieren nicht ernst genommen werden. Des weiteren: Wieso sollten HomöopathInnen bei Kranken bessere Placeboeffekte bewirken, als SchulmedizinerInnen?

Darüber hinaus sprechen in jüngster Zeit durchgeführte experimentelle Studien deutlich für die Wirksamkeit hochpotenzierter Arzneimittel


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