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Worin unterscheidet sich die Homöopathie von der Schulmedizin und der Naturheilkunde?

Die Homöopathie ist eine Therapie, die das Selbstregulierung des Menschen anfacht, also die Fähigkeit des Organismus, sich selbst zu heilen. Sie stellt ein System dar, das ordnet. Als Folge davon verbessert sich dann zum Beispiel das Immunsystem (d.h. eine Krankheit wird gebessert oder überwunden) oder auch eine psychische Problematik. Homöopathie versteht den Menschen als ein Zusammenspiel von hochkomplexen Regulationskreisen im feinstofflichen und grobstofflichen Raum.

Die Schulmedizin ist eine Therapie, die mittels Fremdregulierung (meist ein chemisches hergestelltes Medikament) in einen krankhaften Zustand eingreift. Sie versteht den Menschen als ein materielles Konstrukt von Ursache und Wirkung. Hervorragendes leistet sie beispielsweise im Bereich der Forschung und Diagnostik, sowie der Chirurgie, Palliativversorgung und Substitution (z.B. durch Insulin, Schilddrüsenhormone etc.).

Naturheilkunde ist ein Überbegriff für verschiedene Therapien, die die Selbstheilung verbessern. Es kann sich dabei um die Homöopathie, die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Ayurveda (indische naturheilkundliche Tradition), traditionelle chinesische Medizin, Osteopathie oder andere handeln. 

Was ist Komplementärmedizin?

Homöopathie und die gesamte Naturheilkunde gehören zum Bereich der „Komplementären und alternativen Medizin“. Sie ergänzen die Schulmedizin in den Bereichen, in denen sie Schwächen aufweist oder sind hilfreich für Menschen, die ihre Selbstheilungskräfte anfachen wollen, bevor sie zur schulmedizinischen Medikation greifen. 

Ist Diagnostik für die Homöopathie wichtig?

Eine Klärung der Diagnostik sollte immer stattfinden. Sie ist für mich als Homöopathin eine wichtige Voraussetzung, um den jeweiligen Patientenfall gut zu verstehen. Rechtlich unterliege ich einer Sorgfaltspflicht den PatientInnen gegenüber, die ich auch hier sehr ernst nehme. Glücklicherweise bin ich sehr gut vernetzt mit Fachärztinnen und -ärzten, zu denen ich meine Patienten überweisen kann.

Woraus bestehen homöopathische Mittel?

Homöopathische Arzneimittel werden aus mineralischen, pflanzlichen oder tierischen/menschlichen Substanzen aufwändig hergestellt (das Labor Gudjons erklärt Ihnen das gerne auf ihren Informationsveranstaltungen). Durch einen schrittweisen und zeitintensiven Verreibungs-, Verdünnungs- und Verschüttelungsprozess wird der materielle Bereich der Substanz zunehmend verlassen und nur noch ein informativer bleibt erhalten, ähnlich den vielen Informationen auf einem kleinen Computerchip. 

Was bedeutet „Ähnlichkeitsprinzip“?

Hahnemann entdeckte 1790 durch einen Selbstversuch das Ähnlichkeitsprinzip. Es besagt, dass eine homöopathische Arznei fähig ist, im gesunden Menschen Symptome zu erzeugen, die sie beim Kranken heilt.

Diese (durch die Einnahme des Arzneimittels beim Gesunden) künstlich erzeugten Symptome, die sogenannte Arzneimittelprüfung, verschwinden übrigens nach Absetzen des Mittels wieder von selbst. Durch Selbstversuche erleben HomöopathInnen die Arzneimittel am eigenen Leib und erweitern ihre Erkenntnisse auf diese Weise – seit über 200 Jahren!

Woher weiß ich, welches Mittel wofür wirkt?

Bei der Arzneimittelprüfung erzeugt jedes homöopathische Mittel im Gesunden ein jeweils einzigartiges, spezifisches Bild, das den individuellen Symptomen des kranken Menschen zugeordnet werden kann. 

Außerdem dokumentieren HomöopathInnen auch die geheilten Symptome, die ebenfalls in den Arzneischatz einfließen.

Was ist ein Arzneimittelbild?

Alle erzeugten Symptome der Arzneimittelprüfung werden dokumentiert und formen zusammen mit den geheilten Symptomen (und bei Giften auch den Vergiftungssymptomen) das sogenannte „Arzneimittelbild“, z.B. von Arnica, dem Fallkraut oder Sepia, dem Tintenfisch oder Sulfur, dem Schwefel. 

Wie wirken homöopathische Mittel?

Zur Wirkungsweise der Homöopathie gibt es verschiedene Modelle; ich erkläre sie gerne mit dem Begriff der Information.

Eine Information kann nicht gewogen oder gemessen werden, ist also im materiellen Sinne ein „Nichts“ (wenngleich sie über ein Medium vermittelt werden muss: Ein Buch trägt Information, ist aber selbst keine). Dennoch kann sie große Auswirkungen auf Materie haben.

Ein Beispiel:

Ein Mensch kommt nach Hause und jemand teilt ihm vertraulich mit, dass der Partner oder die Partnerin definitiv seit Jahren fremdgeht. 

Auch hier geht es „nur“ um eine Information, die aber sofort eine Auswirkung auf den gesamten Menschen hat, der nun Herzrasen, Schweißausbrüche, Muskelanspannung, Angst, Wut oder anderes entwickeln wird. Möglicherweise wird sich seine ganze Zukunft durch diese winzige Information ändern.

 Hier können wir sehen, dass Information, wenn sie einen entsprechenden Rezeptor hat, deutliche Auswirkungen zeigen kann – auch wenn es sich um ein „Nichts“ handelt. Ähnlich arbeitet die Homöopathie: Sie vermittelt eine Information. Ein bestimmter Bereich im Organismus arbeitet im Krankheitsfall nicht angemessen und regelrecht. Sei es im grobstofflichen (körperlichen) Bereich oder im feinstofflichen (emotionalen oder geistigen) Bereich. Durch das passende homöopathische Mittel erhält der Organismus die Information, wie er sein System wieder optimieren kann – immer im eigenen Rahmen. 

Die Information, die der Organismus benötigt, ist je nach (Krankheits-) Zustand des Menschen unterschiedlich, muss also individuell angepasst werden: Bei einer Grippe verschreibe ich vielleicht Gelsemium, nach einem Sturz Arnika.

Was versteht die Homöopathie unter „Lebenskraft“?

Der Impuls des homöopathischen Einzelmittels wirkt auf den Organismus, genauer gesagt auf die „Lebenskraft“. Samuel Hahnemann (Link zu seiner Vita) führte diesen Begriff in die Homöopathie ein, um damit zu unterstreichen, dass die homöopathischen Arzneimittel, die selbst feinstofflich (heute würden wir sagen: mittels Information) wirken, auch im Organismus auf ein feinstoffliches Gegenüber treffen. 

Die Lebenskraft ist der alles durchdringende Anteil am Menschen, der einen frisch Verstorbenen vom lebenden Menschen unterscheidet. Wir stellen sie uns immateriell vor, da wir sie nicht direkt messen, sondern ausschließlich an ihren Auswirkungen wahrnehmen können.

Übrigens benutzen auch andere traditionelle Bereiche der Medizin den Begriff der „Lebenskraft“: Sie heißt Prana in Indien und Chi / Qi in China.

Wie schnell oder langsam wirkt Homöopathie?

Das individuell angepasste homöopathische Arzneimittel wirkt als Impuls auf das Immunsystem ein (siehe auch die beiden vorangehenden Absätze  Nummern noch einfügen). Also müsste die Frage besser heißen: Wie schnell arbeitet mein Immunsystem?

Jetzt eine Frage an Sie: Wann arbeitet Ihr Immunsystem schneller a) wenn Sie gerade die Treppe hinunter gestürzt sind oder b) wenn Sie schon wieder diesen typischen Husten im Herbst haben?

Sie haben recht: Beim Sturz arbeitet das Immunsystem schneller. Wie bei allen Unfällen, bei hohem Fieber und anderem.

Als Faustregel gilt: Was sich plötzlich entwickelt, wird schneller bearbeitet. Was sich lange hinzieht oder immer wieder kommt, braucht länger. Wir unterscheiden, was die Geschwindigkeit angeht, also zwischen akuten und chronischen Erkrankungen.

Was unterscheidet chronische von akuten Krankheiten?

Akute Erkrankungen haben einen klaren Beginn und ein Ende; chronische erscheinen oft allmählich, sind aber dafür längere Zeit und über Jahre (z.B. Heuschnupfen im Frühling; Husten im Herbst) oder sogar ganzjährig wahrnehmbar (z.B. Neurodermitits). 

Wie verlaufen chronische Krankheiten, wenn sie homöopathisch behandelt werden und wie schnell werde ich gesund?

Die Behandlung chronisch kranker Menschen verlaufen Unterschiedlich. Überlegen Sie selbst anhand zweier Beispiele:

  • eine junge Frau von 17 Jahren kommt wegen Heuschnupfen in die Praxis. Sie ist sonst recht gesund und sportlich, hat aber seit Beginn ihrer Pubertät immer wieder 3-4 Wochen Niesattacken im Frühling. Niemand in der Familie hat solche Beschwerden. Die Eltern sind gesund, Großeltern leben auch und sind recht rüstig.
  • Ein junger Mann von 17 Jahren leidet unter starkem Asthma. Schon als Kind ist er immer krank, ständige Erkältungen mit Mittelohrentzündungen im Vorschulalter, Antibiotika müssen häufig gegeben werden. In der Grundschulzeit entwickelt sich Neurodermitis, die mit Cortisoncreme behandelt wird. Ab dem Alter von 10 Jahren kommt Heuschnupfen hinzu, seitdem schlägt sich jede Erkältung auf die Lunge, er nimmt täglich Cortisonspray und ein bronchienerweiterndes Spray. Sein Vater leidet auch seit seiner Jugend unter vielen Allergien und Asthma, ….

Wer wird wahrscheinlich schneller gesund werden? Richtig: Beide sind allergisch, aber die junge Frau hat viel bessere Chancen, ihr Immunsystem und in Folge auch ihre Gesundheit bald zu verbessern. Bei dem jungen Mann wird es länger dauern, bis sich seine Selbstregulierung – sein Immunsystem –  sich wieder verbessert.

Wir können also sehen, dass baldiges Gesundwerden von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise:

  • Wie lang besteht die Erkrankung? Wie intensiv ist sie?
  • Gehen andere Erkrankungen voraus?
  • Wie gut – oder schlecht – hat das Immunsystem früher gearbeitet?
  • Wie gesund oder krank ist die Großfamilie? …

Wie oft muss ich in die Praxis kommen?

Das ist abhängig von der Schwere und Komplexität Ihrer Erkrankung(en). Viele Menschen suchen meine Praxis nicht nur wegen einer einzigen Beschwerde auf. Selten kommen diejenigen, die an sich gesund sind und nur dann homöopathische Unterstützung suchen, wenn sie akut krank sind. Also beispielsweise eine Sommergrippe haben oder einen akuten Harnwegsinfekt. Sie sehe ich nur 1-3 Mal im Jahr.

Andere haben leichte chronische Beschwerden, wie wiederkehrende Kopfschmerzen, sie kommen vielleicht 3-6 Mal jährlich. 

Wer allerdings unter schlimmer Migräne oder Vielfacherkrankungen (z.B. Rückenschmerzen mit wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden; Erschöpfungssyndrom; Schlaflosigkeit mit Gedankenandrang; Depressionen; Panikattacken o.ä.) leidet wird alle 1-2 Monate kommen.

Faustregel: 

Je schwerer und komplexer die Erkrankung, desto häufiger müssen wir uns sehen. Besonders in den ersten Monaten der Behandlung.

Je besser das homöopathische Mittel unterstützt und verbessert, desto seltener brauchen wir uns sehen.

Wie könnte ein Heilungsweg beispielsweise aussehen?

Um bei unserem Beispiel zu bleiben:

Die junge Frau erhält ein homöopathisches Einzelmittel in C 30 und soll in 4 Wochen wiederkommen. Nach der Einnahme des Mittels etwa alle 4-6 Wochen melden sich kurzzeitig erkältungsartige Symptome, die nach einigen Tagen wieder vergehen. Dies geschieht immer wieder über das restliche Jahr, auffällig oft nach der Einnahme, wie sie in den Visiten alle 2-3 Monate erzählt.

Sie merkt im nächsten Frühling wenig oder keine Veränderung. Insgesamt geht es ihr so gut wie immer. Im darauf folgenden Jahr beginnt der Heuschnupfen später und ist nicht mehr so intensiv. Einmal bekommt sie im Herbst eine heftige Grippe, von der sie sich mit dem gleichen Mittel gut erholt. Im dritten Jahr ist der Heuschnupfen nur noch so leicht vorhanden, dass sie ihn fast vergessen hätte. Die Symptome erscheinen nur kurz und sind bald wieder weg. 

Anders beim jungen Mann: Er nimmt sein Mittel und merkt die ersten Wochen erst einmal … nichts! Wie der Arzt es vorgeschrieben hat, inhaliert er täglich seine Sprays. Nach 4-6 Wochen entwickelt sich eine akute Bronchitis, die aber ausnahmsweise keine Verschlechterung des Asthmas nach sich zieht. Im Gegenteil, die Werte haben sich verbessert, der Arzt ist nach einigen Monaten mit einer Verringerung der Dosis einverstanden. Weiterhin erscheint der Patient jeden Monat in der Praxis und beobachtet die kleinen Veränderungen seiner Symptome genau. Dann erwischt ihn eine Wintergrippe und ein anderes homöopathisches Mittel muss kurzzeitig gegeben werden, danach wieder das ursprüngliche. Anschließend sind seine Asthmawerte so gut, dass er die Sprays immer wieder ausschleichen kann. Aber die Haut beginnt sich immer wieder zu röten und juckt, so wie er das als Kind schon hatte. Erst im Gesicht und Rumpf, dann auf den Armen und Beinen … usw. .

Sie merken schon: Es dauert! Dazwischen sind einige Hürden zu nehmen, mal passiert (scheinbar) nichts, dann erscheinen wieder Krankheitssymptome. Jetzt müssen beide Seiten viel Durchhaltevermögen und Geduld beweisen. 

Was passiert bei der so genannten Erstreaktion?

Bei der Erstreaktion verstärken sich die Symptome der Krankheit über eine gewisse Zeit. 

Ein Bild:

Stellen Sie sich einen vollgestopften Speicher vor, in dem niemand seit Jahren mehr aufgeräumt hat. Sie beschließen, das Chaos zu lichten. Was passiert, wenn Sie beginnen? Es sieht erst einmal schlimmer aus als zuvor! Aber wenn Sie fleißig weiter entrümpeln, wird sich eine neue Ordnung einstellen. 

So können wir uns die homöopathische Erstreaktion vorstellen: Der Organismus wirft alles raus, was er nicht mehr braucht ;O) . 

Auch in unserem o.g. Beispiel gab es eine Erstreaktion: immer nach der Mitteleinnahme erschienen wieder Erkältungssymptome, die dann wieder abgeklungen sind.

Übrigens: Bei Verletzungen oder akuten Krankheiten gibt es keine Erstreaktion. Zum Glück.

Wie lauten die homöopathischen Heilungsregeln?

Ein homöopathischer Heilungsprozess verläuft meist stufenweise und entwickelt sich immer genau im Rahmen der erkrankten Person. Beispielsweise wird ein Kind, verglichen mit einem älteren Menschen, kraftvoller reagieren. Dabei wurde in der Homöopathie die – modellhafte –  Regel formuliert, dass Gesundung

  • von innen nach außen
  • von oben nach unten und 
  • in der umgekehrten Reihenfolge der Krankheitserscheinungen

erfolgt. 

Hier ein paar Beispiele:

Von innen nach außen: Das Asthma soll vor der Hauterkrankung besser werden; der Heuschnupfen vor dem Lippenherpes; der Heuschnupfen vor der Erkältungsneigung; die Menstruationsbeschwerden vor dem Ausfluss.

Von oben nach unten: Jegliche Hauterkrankungen sollten zuerst am Kopf, dann am Rumpf und zum Schluss an den Extremitäten besser werden.

Umgekehrte Reihenfolge: Bei PatientInnen, die auf ein Ekzem erst Allergien (z.B. Heuschnupfen) und schließlich Asthma entwickelt haben, sollte zuerst das Asthma, dann die Allergien und schließlich der Hautausschlag besser werden.

Das heißt auch: Selbst wenn diese Symptome vor der Behandlung jahrelang nicht oder nur sporadisch in Erscheinung getreten sind, können sie wieder erscheinen. Diese Heilungssymptome sind möglicherweise lästig, aber freuen Ihre Homöopathin, die Ihnen diesen Zusammenhang gerne erklärt.

Wichtig: Regeln können auch Ausnahmen beinhalten. 

Wie definiert Hahnemann Gesundheit?

Hahnemann schreibt im „Organon der Heilkunst“, § 9:

„Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Oraganism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann.“

Was kann ich als PatientIn tun, um die Heilung und Gesundheit zu unterstützen?

Eine ganze Menge! Alles, was gesund ist: ausbauen – und alles, was ungesund ist: reduzieren. Damit unterstützen Sie Ihr Immunsystem optimal. Natürlich dürfen Sie auch mal über die Stränge schlagen.

Faustregel: Je gesunder der Mensch wird, desto leichter kann er ungesunde Reize verkraften.

Und je weniger gesund … das wissen Sie selbst.

Gesundheitsfördernd: 

  • Ausreichend trinken, gesund essen (Gerne: Obst, Gemüse, Rohkost, Müesli, Vollkornreis, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Hülsenfrüchte … ; aber weniger: Zucker, Alkohol, Milch, Weißmehl und Gluten, Fertiggerichte, Farb- und Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker u.ä.; Fleisch und Fisch lieber bio, unterstützen Sie Massentierhaltung möglichst wenig)
  • Regelmäßige Bewegung, Sport
  • Viel frische Luft
  • Ein herzliches Umfeld, das Schöne im Leben genießen. „Psychohygiene“ betreiben, schleppen Sie negative Gefühle nicht ewig mit sich herum, sondern versuchen Sie immer wieder, belastende Situationen zu klären – oder Ihre Sicht darauf.
  • ausreichend erholsamer Schlaf etc., Innehalten, Ruhepausen

Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn Sie als Patientin oder Patient kurz (im Küchenkalender o.ä.) dokumentieren, wie es Ihnen geht, damit Sie mir alles erzählen können; insbesondere, wenn die Abstände der einzelnen Visiten länger werden können Dinge in Vergessenheit geraten, die wichtig sind. 

Je besser wir kommunizieren, desto besser für das Voranschreiten Ihrer Heilung.

Macht es einen Unterschied, ob ich 3 oder 10 Kügelchen einnehme oder im Wasser auflöse?

Nein. Homöopathische Einzelmittel übermitteln dem Organismus eine Information, ähnlich wie das Hormone in unserem Körper tun: in winzigen Dosen haben sie einen großen Effekt. 

Bildlich gesprochen: Ob ich einen „Harry Potter Band 1“ lese oder 10, die Information ist nicht größer. Und das Lesevergnügen auch nicht ☺.

Was ist der Unterschied zwischen Q, LM, C und D-Potenzen?

Q-Potenzen: Verdünnungsverhältnis 1:50000, nach Hahnemann in verschiedenen Zwischenstufen hergestellt. Aufwändige Herstellung von Hand, sehr hohe Qualität.

LM-Potenzen: Verdünnungsverhältnis 1:50000, weniger Handarbeit.

C-Potenzen: Verdünnungsverhältnis 1:100

D-Potenzen: Verdünnungsverhältnis 1:10

Unterscheiden sich homöopathische Einzelmittel in ihrer Qualität?

Die Wirkungstiefe und -dauer ist je nach Herstellung unterschiedlich, wenngleich Sie das dem Endprodukt nicht ansehen. 

Mein Beispiel für Patienten: Der Unterschied zwischen einer Fabrikgeige und einer Meistergeige. Äußerlich absolut exakt, die gleiche Erscheinung (was die Materie angeht: gleiches Holz, gleiche Maße …), aber wenn sie gespielt wird (feinstofflicher, immaterieller Bereich), ist die Meistergeige für jeden sofort erkennbar. Sie berührt uns ganz anders und findet anderen Eingang in unser Wesen.

Wie lagere ich homöopathische Mittel am besten?

Bei Zimmertemperatur, unerreichbar für Kinderhände; nicht im Kühlschrank, im Handschuhfach des Autos (wegen Hitze im Sommer) oder in unmittelbarer Nähe von elektromagnetischen Quellen (W-Lan, Handy, Schnurlostelefone…). Bewährt haben sich Mäppchen, Kästchen oder einfach Schraubdeckelgläser.

Kann ich während der homöopathischen Behandlung Schüßlersalze oder homöopathische Komplexmittel (z.B. „Traumeel“, „Meditonsin“...) nehmen?

Bitte nehmen Sie während der homöopathischen Behandlung keine Arzneimittel wie Schüsslersalze, Komplexmittel, Potenzakkorde oder ähnliches. Das bedeutet: Bis wir die Behandlung abgeschlossen haben.

Darf ich während der homöopathischen Behandlung pflanzliche oder naturheilkundliche Mittel nehmen?

Nach Absprache mit mir: Gerne. Sie können sehr hilfreich sein, allerdings sind nicht alle homöopathieverträglich.

Muss ich eine andere Zahnpasta verwenden?

Bei einigen homöopathischen Mitteln kann Pfefferminze störend wirken, aber nicht bei allen. Fragen Sie in der Sprechstunde danach. 

Wie ist es mit dem Kaffee(genuss)?

Manche Menschen und Mittel reagieren empfindlich auf Kaffee, darauf weisen wir Sie hin. Allgemein gilt: Kaffee nicht zu viel und nur zum Genuss. Treiben Sie Ihr System auf Dauer lieber nicht mit Kaffee an, das ist ungesund. 

Welche anderen Maßnahmen passen zur Homöopathie, welche nicht?

Es passen: z.B. Psychotherapie, Krankengymnastik, Alexandermethode, Feldenkrais, Osteopathie, Phytotherapie, Chi Gong, Tai Chi, Akupressur, Massage, Atemtherapie … Es passen oft nicht: Akupunktur und Bachblüten.

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Worin besteht der Unterschied zwischen einem homöopathischen Einzelmittel und einem Komplexmittel?

In einem Komplexmittel vereinigen sich z.B. zwei oder mehr homöopathische Arzneimittel, die sich bei „Magenschmerzen“ oft bewährt haben. Die Verschreibung erfolgt nach der Diagnose, aber nicht nach den spezifischen, individuellen Krankheitssymptome des Patienten, der mit einem homöopathischen Einzelmittel behandelt wird. 

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Buchtipps Homöopathie

  • C. Lauterbach, U. Schroeder: Homöopathie für Kinder (Sunrise Verlag)
  • Catherine Coulter: Portraits homöopathischer Arzneimittellehre (Haug Verlag)
  • Dr. Manuel Mateu i Ratera: Notfallhomöpathie (Hahnemann Institut für homöopathische Dokumentation)
  • Josef M. Schmidt: Taschenatlas Homöopathie in Wort und Bild (Haug Verlag)
  • Robert Jütte: Samuel Hahnemann Begründer der Homöopathie (DTV)
  • Dr. Egon Krannich: Die milde Macht ist groß (Edition Krannich)
  • Rima Handley: Eine homöopathische Liebesgeschichte – Samuel und Melanie Hahnemann
  • Helmut Eichenmüller: Was führt Sie zu mir? (Verlag Peter Irl)

Film-Tipps Homöopathie

Ein Link zum Homöopathie-Teil eines schwedischen Films “The battle for the paradigm of health”, mit deutscher Übersetzung eines Interview mit Prof. Hahn zur üblichen Praxis bei der Publikationen zur Homöopathie-Forschung: https://www.youtube.com/watch?v=B7ZvvzY6DgA

Eine Familie erzählt über Homöopathie: https://www.vkhd.de/homoeopathie-erlebt-filmprojekt

Prof. Manfred Spitzer referiert über Lernen und Üben: https://www.youtube.com/watch?v=LUNuSra2X3g

Web Tipps